Negative Strompreise: Was am 1. Mai 2026 wirklich geschah
Neuer Rekord: -500 €/MWh am deutschen Strommarkt
Für fast zwei Stunden fiel der Spotpreis auf -500 € pro Megawattstunde. Am Intraday-Markt lag er sogar bei -855 €/MWh.
Wer einen dynamischen Stromtarif hatte, bekam 0,50 € pro kWh für den Stromverbrauch bezahlt. Nach Netzentgelten blieben grob 0,40 € netto übrig.

Warum gibt es negative Strompreise in Deutschland?
Feiertag. Industrie offline. Nachfrage bei 40 GW statt der üblichen 60 GW an einem Werktag. Währenddessen liefen Millionen von Solarpaneelen auf Hochtouren: 56 GW Erzeugung gegenüber 41 GW Verbrauch.
15 GW Überschuss, obwohl Wind- und Wasserkraft bereits abgeregelt wurden.
Redispatch-Kosten: 100 Millionen Euro an einem einzigen Tag
Kraftwerke werden dafür bezahlt, stillzustehen. Gleichzeitig erhalten Solaranlagenbesitzer mit Altförderung weiterhin volle Einspeisevergütungen, obwohl der Marktwert ihres Stroms minus 500 € beträgt.
Geschätzter Schaden allein am 1. Mai: 100 Millionen Euro für die deutschen Steuerzahler.

Fehlende flexible Lasten: 117 GW Solar vs. 2,4 GW Speicher
Deutschland hat 117 GW installierte Solarkapazität, aber nur 2,4 GW Batteriespeicher. Nach einer Stunde Sonnenschein sind die Batterien voll. Danach bleiben die Preise negativ.
Smart Meter in Deutschland: Warum fast niemand profitiert
Kein Smart Meter bedeutet keinen dynamischen Tarif. Kein dynamischer Tarif bedeutet keinen Anreiz, Strom zu verbrauchen, wenn zu viel davon vorhanden ist.
Deutschland: 5-20% Smart-Meter-Ausbau.
Frankreich, Italien, Skandinavien: Über 90%.

Was man am 1. Mai mit einem dynamischen Tarif hätte verdienen können
| E-Auto laden | 11 kW Anschluss = ca. 5 € pro Stunde, verdient, während Ihr Auto lädt. |
| Wärmepumpe betreiben | Wasser erhitzen, während Strom kostenlos ist. |
| Batteriespeicher nutzen | Hilft, aber nach einer Stunde ist der Akku voll. |
| Bitcoin Mining mit Abwärmenutzung | Die einzige flexible Last, die Geld verdient, das Netz stabilisiert und die Wärme produktiv nutzt. |
Die Rechnung: 0,65 € Wert pro kWh
- 0,40 €/kWh für den Stromverbrauch (negativer Preis minus Netzentgelte).
- 0,06-0,10 €/kWh an Bitcoin-Mining-Einnahmen.
- 0,10-0,15 €/kWh an eingesparten Heizkosten.
Gesamt: etwa 0,65 € Wert pro Kilowattstunde.
30 GWh Überschuss = 50 Bitcoin + Wärme
15 GW Überschuss über 2 Stunden = 30 GWh Strom.
Das hätte etwa 50 Bitcoin (ca. 3,4 Millionen Euro) produzieren können.
Plus 28,5 GWh nutzbare Wärme. Genug Warmwasser für 700.000 Familien für einen Tag.
Negative Strompreise in 2026: Kein Einzelfall
700 bis 900 Stunden negative Preise werden für 2026 erwartet. Jedes sonnige Wochenende, jeder Feiertag, jeder Brückentag.
Das Problem wächst, da jedes Jahr mehr Solarkapazität ans Netz geht.
Bitcoin-Heizungen als flexible Lasten
Unsere Bitcoin-Heizungen können sekundenschnell ein- und ausgeschaltet werden. Der neue 21energy Port ermöglicht es Ihnen, Miner per App zu steuern und mit Ihrer Solaranlage zu verbinden.
Im Herbst 2026 kommt die 21energy Zentralheizung auf den Markt: 10 kW Heizleistung, Warmwasser und Zentralheizung in einem, kombiniert mit Bitcoin-Mining.
Die Vision: Tausende von Bitcoin-Heizungen werden zusammengelegt, bieten aggregierte Ausgleichsenergie und reduzieren Redispatch-Kosten massiv.
Berechnen Sie Ihr Setup auf 21energy.com: Mining-Rechner, Rentabilitätsrechner und PV-Rechner.
Dieser Beitrag basiert auf der dritten Folge der MAXX Show mit Maximilian Obwexer. Die Show wird jeden Dienstag um 18:00 Uhr live auf YouTube, X und LinkedIn ausgestrahlt.
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