Das Bitcoin-Halving, einfach erklärt
Alle vier Jahre halbiert sich die Menge an neuen Bitcoin. Es ist der wichtigste Einschnitt in Bitcoins Emissionskurve. Hier erfährst du, was das Halving ist, warum es zählt und was es für Miner bedeutet.
Das Halving halbiert die Blockbelohnung
Etwa alle vier Jahre, genau gesagt alle 210.000 Blöcke, halbiert sich die Blockbelohnung (Blockreward), also die Belohnung, die ein Miner für jeden neu gefundenen Block bekommt. 2009 lag sie bei 50 Bitcoin pro Block, danach bei 25, dann bei 12,5, dann bei 6,25, und seit April 2024 bei 3,125. Das entscheidet niemand. Die Regel ist im Bitcoin-Protokoll festgeschrieben und greift automatisch. Mit jedem Halving kommen weniger neue Coins dazu, bis irgendwann keine mehr entstehen.
Kein Gremium, keine Abstimmung. Bitcoins Emissionskurve stand am ersten Tag fest.
So bleibt Bitcoin bewusst knapp
Das Halving setzt die harte Obergrenze von 21 Millionen Coins durch. Würden neue Coins dauerhaft im Tempo von 2009 entstehen, wäre das Limit früh erreicht und das Angebot abrupt zu Ende. Weil sich die Blockbelohnung immer wieder halbiert, wächst der Bestand zuerst schnell und dann immer langsamer. Der letzte Coin entsteht erst um das Jahr 2140. Das ist bewusst einer knappen Ressource wie Gold nachempfunden, wo die leicht zugänglichen Vorkommen zuerst abgebaut werden und jedes weitere Gramm schwerer zu fördern ist.
Diese Knappheit ist kein Nebeneffekt, sondern Absicht.
Etwa alle vier Jahre halbiert sich die Blockbelohnung. Sie startete 2009 bei 50 BTC und sinkt weiter Richtung null, bis etwa zum Jahr 2140.
Warum das Halving so viel Aufmerksamkeit bekommt
Jedes Halving halbiert den Zufluss neuer Coins auf den Markt, während die Nachfrage nicht automatisch mitfällt. In der Vergangenheit folgten auf Halvings oft große Preisbewegungen. Garantiert ist das aber nicht, und vergangene Muster sind kein Versprechen. Sicher ist nur die Angebotsseite. Nach jedem Halving gibt es weniger neue Bitcoin, die Miner verkaufen können.
Der Rückgang beim neuen Angebot ist real und fest eingeplant. Wie der Preis darauf reagiert, weiß niemand.
Für Miner ist ein Halving eine Lohnkürzung über Nacht
Am deutlichsten spüren es die Miner. Im Moment des Halvings verdient dieselbe Maschine bei gleicher Leistung nur noch halb so viele Coins. Wer teuren Strom zahlt oder mit alter, ineffizienter Hardware arbeitet, rutscht ins Minus und schaltet ab. Übrig bleiben die Miner mit den niedrigsten Kosten. Deshalb setzt sich nach jedem Halving effizientere Hardware weiter durch.
Das Mining verschwindet nicht. Es wandert dorthin, wo der Strom günstiger ist.
Hier wird genutzte Abwärme zum Vorteil
Nach jedem Halving zählt vor allem eines, nämlich was der Strom kostet. Und der günstigste Strom ist der, den du sowieso brauchst. Wenn dein Miner gleichzeitig dein Wohnzimmer heizt, ersetzt er deine Heizung. Die Wärme wolltest du haben, den Strom hättest du so oder so bezahlt. Der Bitcoin obendrauf kostet dich nichts extra. Deshalb ist ein Halving für ein Heizgerät, das mint, kein Problem, sondern nur eine kleinere Zahl am Monatsende.
Verschwendete Energie wird mit jedem Halving teurer. Genutzte Wärme bleibt gleich viel wert.
Der 30-Sekunden-Überblick
- Alle 210.000 Blöcke, also etwa alle vier Jahre, halbiert sich die Blockbelohnung
- Die Blockbelohnung ging von 50 auf 25 auf 12,5 auf 6,25 auf 3,125 BTC und sinkt weiter Richtung null bis 2140
- Ohne Halving wäre die Grenze von 21 Millionen Coins längst erreicht
- Halvings drängen Miner mit teurem Strom oder alten Maschinen aus dem Markt
- Ein Miner, der dein Zuhause heizt, steckt die Kürzung locker weg
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