Wie schürft man Bitcoin? Der Einstieg für Anfänger
Bitcoin zu Hause zu schürfen ist einfacher, als es klingt, aber kaum jemand erklärt die echten Schritte ehrlich. Hier erfährst Du, was Mining wirklich ist, was Du brauchst, um Deine ersten Coins zu generieren, und wie Du startest, ohne Geld zu verbrennen.
Mining ist ein Wettrennen zwischen Computern, kein Graben
Mining holt Bitcoin nicht aus dem Boden. Ein Miner ist ein spezialisierter Computer, der Billionen Mal pro Sekunde rät und mit jedem anderen Miner der Welt darum wettrennt, als Erster den nächsten Block zu lösen. Gewinnst Du das Rennen, gibt Dir das Netzwerk eine Belohnung aus brandneuen Bitcoin, plus die Gebühren der Transaktionen in diesem Block. Verlierst Du, versuchst Du es einfach beim nächsten Block rund zehn Minuten später wieder. Dieses Rennen, endlos wiederholt, ist alles, was Mining wirklich ist.
Mining ist also keine Schatzsuche. Es ist eine Maschine, eingesteckt, die rund um die Uhr konkurriert.
Tausende Maschinen raten gleichzeitig. Eine gewinnt den Block samt Belohnung, alle anderen starten beim nächsten neu.
Allein wirst Du fast sicher nie einen Block gewinnen
Jetzt kommt der Teil, den der Hype auslässt. Ein einzelner Heim-Miner gegen das gesamte globale Netzwerk hat schlechtere Chancen als ein Lottoschein. Deshalb tritt fast jeder einem Mining-Pool bei: Tausende Miner bündeln ihre Leistung und teilen die Belohnung im Verhältnis zu dem, was jeder beigetragen hat. Du gibst den Traum auf, allein einen ganzen Block zu treffen, und bekommst dafür kleine, stetige Auszahlungen statt fast nichts. Solo-Mining ist die Lotterie, Pool-Mining ist der Lohn.
Wenn es Dir nicht um den Nervenkitzel des Jackpots geht, richte Deinen Miner auf einen Pool und nimm den stetigen Tropfen.
Vier Dinge, und das war es tatsächlich
Um mit dem Mining zu starten, brauchst Du erstaunlich wenig. Erstens, einen ASIC-Miner, die spezialisierte Maschine, die das Raten übernimmt, denn ein normaler PC oder eine Grafikkarte kann bei Bitcoin nicht mehr mithalten. Zweitens, günstigen Strom, denn die Energie ist Dein größter Kostenpunkt und entscheidet, ob Du Gewinn machst. Drittens, ein Pool-Konto und eine Bitcoin-Wallet, damit das Netzwerk weiß, wohin es Deinen Anteil schicken soll. Viertens, einen Platz für die Maschine, der mit ihrer Wärme und ihrem Lärm klarkommt. Regel diese vier, und Du bist bereit.
Beachte, dass drei der vier leicht sind. Das eine, was über alles entscheidet, ist der Strom.
Die Spezialmaschine. Ein PC oder eine Grafikkarte hat keine Chance.
Dein größter Kostenpunkt und der Faktor, der über den Gewinn entscheidet.
Damit das Netzwerk weiß, wohin dein Anteil gehen soll.
Ein Ort, der mit Wärme und Geräusch zurechtkommt.
Das komplette Einrichten, von Anfang bis Ende
Sobald Du die Maschine hast, ist der Ablauf kurz. Steck den Miner an den Strom und an Deinen Router. Öffne sein Dashboard im Browser. Erstelle ein Konto bei einem Mining-Pool und füg Deine Bitcoin-Wallet-Adresse ein, damit die Auszahlungen bei Dir landen. Trag die Adresse des Pools in die Einstellungen des Miners ein und speicher. Innerhalb von Minuten fängt er an zu hashen, und Du siehst die Anteile hochzählen. Das ist das ganze Ritual, näher am Einrichten eines Druckers als an Raketenwissenschaft.
Das Schwere war nie das Einrichten. Es ist, das Ding Tag für Tag wirtschaftlich zu betreiben.
Zu Hause ist der Strom das ganze Spiel
Betreib einen Miner in einem freien Zimmer, und zwei Dinge treffen Dich schnell: die Stromrechnung und die Wärme. Die meisten Heim-Miner verlieren still Geld, weil sie den vollen Preis für Strom zahlen und dann die ganze Wärme aus dem Fenster entweichen lassen. Der Trick, der die Rechnung verändert, ist, die Wärme nicht mehr zu verschwenden. Ein Miner, der auch Dein Zuhause heizt, macht aus derselben Kilowattstunde zwei Aufgaben, Wärme, die Du ohnehin bezahlt hättest, plus den Bitcoin obendrauf. Das ist die einzige Version von Heim-Mining, die sich verlässlich lohnt.
Mine, wenn Du willst. Sorg nur dafür, dass die Wärme für Dich arbeitet, nicht gegen Dich.
Deine Maschine hält selbst nie Coins. Sie weist dem Pool ihre Arbeit nach, der Pool schreibt dir deinen Anteil gut, und ausgezahlt wird an die Wallet-Adresse, die du hinterlegst. Richte die Wallet ein, bevor du den Miner einschaltest.
Der 30-Sekunden-Überblick
- Mining betreibt eine Maschine, die etwa alle zehn Minuten um neue Bitcoin konkurriert
- Allein gewinnst Du praktisch nie, also tritt für stetige Anteile einem Pool bei
- Du brauchst einen ASIC-Miner, günstigen Strom, einen Pool und eine Wallet
- Das Einrichten geht schnell, die Stromkosten entscheiden über Erfolg oder Misserfolg
- Ein Miner, der auch Dein Zuhause heizt, ist das einzige Heim-Setup, das sich verlässlich lohnt
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