Krypto-Grundlagen

Was ist Krypto-Mining? Einfach erklärt

Krypto-Mining klingt technisch, aber der Kerngedanke ist einfach. Hier erfährst Du, was Mining wirklich macht, warum es so viel Strom braucht und ob es sich zu Hause lohnt.

21energy Bitcoin-Miner
Mining ist die Art, wie sich eine Blockchain selbst absichert, und dafür bezahlt Miner geben echten Strom aus, um Transaktionen zu bestätigen, und das Netzwerk belohnt sie mit frischen Coins.
1 · Was Mining wirklich absichert

Mining bedeutet, eine Blockchain zu sichern, nicht Coins aus dem Nichts zu machen

Krypto-Mining ist der Prozess, der eine Proof-of-Work-Blockchain wie Bitcoin am Laufen hält. Miner sind spezialisierte Computer, die aktuelle Transaktionen zu einem Block bündeln und dann darum wetteifern, ein schweres mathematisches Rätsel zu lösen. Wer es zuerst löst, darf den Block anhängen und verdient eine Belohnung aus neuen Coins plus Transaktionsgebühren. Das Rätsel hat keine Abkürzung, also ist die einzige Möglichkeit, öfter zu gewinnen, mehr zu rechnen, und genau deshalb frisst Mining Strom.

Mining druckt also kein Geld. Es gibt Energie aus, um ein Netzwerk ehrlich zu halten, und wird dafür bezahlt.

2 · Warum es Strom braucht

Der Strom ist der ganze Sinn, kein Fehler

Viele fragen, warum Mining so viel Strom verbrennen muss. Die Antwort ist, dass die Energie die Sicherheit ist. Weil das Anhängen eines Blocks echten Strom kostet, würde es einen Angreifer ein Vermögen an Strom kosten, die Geschichte umzuschreiben oder das Netzwerk zu betrügen, und genau dieser Aufwand macht Bitcoin so schwer manipulierbar. Andere Coins nutzen andere Systeme, manche sind auf Proof of Stake umgestiegen, das viel weniger Energie braucht, aber die großen Proof-of-Work-Coins verlassen sich weiterhin auf Miner, die echten Strom ausgeben.

Die Stromrechnung ist keine Verschwendung. Sie ist die Mauer, die das Netzwerk schützt.

3 · Nicht jeder Coin wird geschürft

Nicht jeder Coin wird gleich gemint, oder überhaupt

Bitcoin ist der ursprüngliche und mit Abstand größte minebare Coin, und er wird mit speziell dafür gebauten ASIC-Maschinen gemint. Manche anderen Coins wie Litecoin oder Dogecoin werden ebenfalls gemint, teils auf ähnlicher Hardware. Viele neuere Coins werden gar nicht gemint, sie nutzen stattdessen Proof of Stake. Und viele Coins kannst Du zu Hause schlicht nicht profitabel minen, weil große Industriebetriebe sie dominieren. Für die meisten Menschen zu Hause ist Bitcoin der Coin, der sich praktisch zum Minen lohnt.

Wenn Dir jemand anbietet, günstig einen obskuren Coin für Dich zu minen, sei vorsichtig. Das ehrliche Spiel ist meist Bitcoin.

Welche Coins wirklich geschürft werden
Mit ASICs geschürft

Bitcoin, dazu Coins wie Litecoin oder Dogecoin auf ähnlicher Hardware.

Gar nicht geschürft

Die meisten neueren Coins setzen auf Proof of Stake statt Mining.

Geschürft, aber nicht von dir

Coins, bei denen Industriebetriebe für eine Maschine zu Hause nichts übrig lassen.

Wer zu Hause schürft, fährt mit Bitcoin praktisch am besten.

4 · Was über den Gewinn entscheidet

Ob es sich lohnt, hängt an einer einzigen Zahl

Die Rechnung beim Mining ist im Kern brutal einfach. Du verdienst Coins und gibst Strom aus. Ist der Wert der geminten Coins höher als Deine Stromrechnung, machst Du Gewinn, wenn nicht, machst Du Verlust. Alles andere, der Preis der Maschine, die Difficulty, der Coin-Preis, fließt nur in diesen einen Vergleich ein. Für jemanden mit normalem Haushaltsstrompreis verliert Mining allein meist. Wer gewinnt, hat entweder sehr günstigen Strom oder findet eine zweite Verwendung für die Energie.

Die Gewinner sind nicht die mit den größten Maschinen. Es sind die mit dem günstigsten oder doppelt genutzten Strom.

Der Strom ist nicht verschwendet, wenn er auch Dein Zuhause wärmt
Der Strom ist nicht verschwendet, wenn er auch Dein Zuhause wärmt Fang die Wärme ein, und der größte Kostenpunkt beim Mining wird zum zweiten Gewinn.
5 · Die zweite Nutzung, Wärme

Zu Hause ist die zweite Verwendung die Wärme

Hier hört Mining auf, für normale Menschen ein Fass ohne Boden zu sein. Ein Krypto-Miner verwandelt fast den gesamten Strom, den er zieht, in Wärme. Wenn diese Wärme einfach entweicht, hast Du sie doppelt bezahlt, einmal auf der Stromrechnung und einmal, wenn Du Dein Zuhause trotzdem anders heizen musst. Aber ein Miner, der auch Dein Zuhause heizt, nutzt denselben Strom für zwei Aufgaben zugleich, Wärme, die Du ohnehin gebraucht hättest, plus die Coins obendrauf. Plötzlich ist die Stromrechnung kein Verlust, sondern Deine Heizkosten, die doppelte Arbeit leisten.

Das ist die einzige Version von Heim-Mining, die sich verlässlich lohnt, und genau das bauen wir.

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Der 30-Sekunden-Überblick

  1. Krypto-Mining bestätigt Transaktionen und verdient neue Coins für die Arbeit
  2. Proof of Work gibt absichtlich echten Strom aus, um das Netzwerk zu sichern
  3. Bitcoin ist der wichtigste Coin, der sich zu Hause lohnt; viele Coins kann man nicht minen
  4. Es lohnt sich nur, wenn die Coins mehr wert sind als der Strom
  5. Ein Miner, der auch Dein Zuhause heizt, ist die Version, die verlässlich funktioniert
Maximilian Obwexer

Maximilian Obwexer

Maximilian Obwexer ist Co-Founder & CEO von 21energy. Seine Expertise präsentiert er einerseits hier im Blog & andererseits auch als Speaker auf diversen Konferenzen. Hauptthema hierbei ist vor allem das Bitcoin Mining & dessen Abwärmenutzung.