Mining-Grundlagen

Was ist ein Mining-Pool? Und lohnt er sich?

Wer allein mint, kann Jahre auf einen einzigen Block warten. Ein Mining-Pool löst das. Hier erfährst du, wie Pools funktionieren, wie sie auszahlen und wie du den richtigen auswählst.

21energy Bitcoin-Miner
In einem Pool teilen sich Tausende Miner ein Lottolos. Du bündelst deine Leistung mit allen anderen und wirst nach deinem Anteil bezahlt.
1 · Warum sich Mining allein selten lohnt

Allein kannst du jahrelang minen und nichts gewinnen

Bitcoin zahlt die Blockbelohnung nur an den Miner, der einen Block findet. Etwa alle zehn Minuten gibt es genau einen Gewinner, und zwar aus dem gesamten weltweiten Netzwerk. Ein einzelnes Gerät zu Hause kann deshalb jahrelang laufen, ohne je einen Block zu finden. Das ist zermürbend, auch wenn die Rechnung auf lange Sicht völlig fair ist. Genau dafür gibt es Mining-Pools. Sie verwandeln einen seltenen, zufälligen Jackpot in ein kleines, aber regelmäßiges Einkommen.

Der Pool ändert nichts an deinem erwarteten Gesamtertrag. Er ändert nur, wie oft du davon etwas siehst.

2 · Wie ein Pool funktioniert

Alle rechnen mit, alle teilen die Belohnung

In einem Pool verbinden Tausende Miner ihre Maschinen mit demselben Betreiber und arbeiten gemeinsam an derselben Aufgabe. Sobald ein Mitglied einen Block findet, wird die Belohnung unter allen aufgeteilt, im Verhältnis zur eingebrachten Leistung, gemessen in Shares. Wer fünf Prozent der Pool-Leistung stellt, bekommt etwa fünf Prozent der Erträge. Du gibst damit die Chance auf einen ganzen Block auf und bekommst dafür regelmäßige, berechenbare Auszahlungen.

Ein Pool funktioniert wie eine Genossenschaft. Alle bündeln ihr Glück, damit sich niemand auf sein eigenes verlassen muss.

Tausende Maschinen arbeiten gemeinsam an derselben Aufgabe. Findet der Pool einen Block, wird jeder nach seinem Arbeitsanteil bezahlt. So kommen die Auszahlungen regelmäßig statt in unvorhersehbaren Abständen.

3 · Wie Pools auszahlen

Die Auszahlungsmodelle, ohne Fachjargon

Pools nutzen unterschiedliche Auszahlungsmodelle, und dabei begegnen dir Kürzel wie PPS und PPLNS. Kurz gesagt: Manche Pools zahlen einen festen Betrag für jede eingereichte Share. Das ist gleichmäßig und berechenbar, das Risiko trägt der Pool. Andere zahlen nur dann, wenn der Pool tatsächlich Blöcke findet. Das kann über längere Zeit etwas mehr bringen, schwankt aber von Tag zu Tag stärker. Für Einsteiger ist die gleichmäßige Variante die einfachere Wahl. Neben deinen Stromkosten fallen die Unterschiede ohnehin kaum auf.

Denk nicht zu lange über das Modell nach. Günstiger Strom zählt weit mehr als jedes Auszahlungsmodell.

4 · Den richtigen Pool wählen

Worauf es bei der Auswahl wirklich ankommt

Ein paar Punkte unterscheiden einen guten Pool von einem schlechten. Größe und Zuverlässigkeit sorgen dafür, dass regelmäßig Blöcke gefunden werden und die Auszahlungen konstant bleiben. Die Gebühr sollte fair und klar ausgewiesen sein, üblich ist ein kleiner Prozentsatz. Die Mindestauszahlung sollte niedrig sein, damit deine Erträge tatsächlich in deiner Wallet landen und nicht im Pool hängen bleiben. Und ein Server in deiner Nähe hält die Verbindung stabil. Versprechen von riesigen Renditen kannst du ignorieren. Kein Pool kann die Rechnung dahinter verbessern, er kann sie nur fair oder unfair aufteilen.

Ein großer, transparenter Pool mit fairer Gebühr. Damit hast du neunzig Prozent der Entscheidung richtig getroffen.

5 · Was ein Pool nicht löst

Ein Pool glättet deine Auszahlungen, nicht deine Stromrechnung

Ein Pool ändert, wie oft du bezahlt wirst. Er ändert nicht, was dich das Mining kostet. An deinem Strompreis ändert kein Pool etwas, und genau dieser Preis entscheidet, ob sich die Maschine überhaupt lohnt. Bevor du also Gebührenmodelle vergleichst, rechne aus, was dein Miner an einem Tag im Betrieb kostet, und vergleiche das mit der Gutschrift des Pools. Diese Gegenüberstellung sagt dir mehr als jedes Pool-Ranking. Genau deshalb ändert ein Miner, der dein Zuhause heizt, die Rechnung. Der Strom erledigt dann eine zweite Aufgabe, statt nur verbraucht zu werden.

Der Pool macht die Auszahlungen berechenbar. Was sie wert sind, hängt weiter an deinem Strompreis.

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Der 30-Sekunden-Überblick

  1. Ein Mining-Pool bündelt viele Miner, damit die Auszahlungen regelmäßig kommen
  2. Die Belohnung wird im Verhältnis zur eingebrachten Leistung geteilt, gemessen in Shares
  3. Auszahlungsmodelle wie PPS und PPLNS zählen weniger als ein günstiger Strompreis
  4. Wähl einen Pool nach Größe, Zuverlässigkeit, fairer Gebühr und niedriger Mindestauszahlung
  5. Ein Miner, der dein Zuhause heizt, liefert Wärme, unabhängig vom Pool
Maximilian Obwexer

Maximilian Obwexer

Maximilian Obwexer ist Co-Founder & CEO von 21energy. Seine Expertise präsentiert er einerseits hier im Blog & andererseits auch als Speaker auf diversen Konferenzen. Hauptthema hierbei ist vor allem das Bitcoin Mining & dessen Abwärmenutzung.