Bitcoin Mining Pool: So findest du den richtigen Pool
Warum braucht man einen Mining Pool?
Bitcoin Mining ist ein Wettrennen: Weltweit konkurrieren Miner darum, den nächsten Block zu finden. Mit einem einzelnen Gerät, zum Beispiel einem Ofen 2 mit bis zu 40 TH/s, stehst du gegen ein Netzwerk mit über 800 EH/s. Statistisch gesehen würdest du allein Jahrzehnte auf einen Blockfund warten.
Ein Mining Pool löst dieses Problem: Du schliesst dich mit anderen Minern zusammen, bündelst die Rechenleistung und teilst die Belohnung anteilig auf. Statt auf einen Glückstreffer zu hoffen, bekommst du regelmässig kleinere Auszahlungen. Das macht dein Mining planbar und kalkulierbar.
Wie funktioniert ein Mining Pool?
Dein Miner sendet sogenannte Shares an den Pool. Das sind kleine Arbeitsnachweise, die zeigen, dass dein Gerät aktiv an der Lösung eines Blocks mitarbeitet. Je höher deine Hashrate (angegeben in TH/s), desto mehr Shares liefert dein Miner pro Zeiteinheit und desto grösser ist dein Anteil an der Pool-Belohnung.
Findet der Pool einen Block, wird die Blockbelohnung (aktuell 3,125 BTC) plus die enthaltenen Transaktionsgebühren nach einem festgelegten Vergütungsmodell auf alle Teilnehmer aufgeteilt.
Die wichtigsten Vergütungsmodelle
| Modell | Funktionsweise | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|---|
| PPS | Fixe Vergütung pro Share, unabhängig vom Blockfund | Stabile, kalkulierbare Einnahmen | Höhere Gebühren |
| FPPS | Wie PPS, aber inklusive Anteil an Transaktionsgebühren | Höhere Erträge als PPS | Höhere Gebühren |
| PPLNS | Vergütung nur bei tatsächlichem Blockfund, basierend auf deinen letzten Shares | Langfristig oft effizienter | Schwankende Einnahmen |
Mehr zu den Unterschieden zwischen PPS, FPPS und PPLNS erfährst du in unserem ausführlichen Artikel zu Abrechnungsmodellen im Bitcoin Mining.
Welcher Pool passt zu dir?
Für Einsteiger und flexible Miner empfehlen wir den Braiins Pool. Das FPPS-Modell sorgt dafür, dass jede Share vergütet wird, auch wenn dein Miner nicht rund um die Uhr läuft, zum Beispiel beim Heizen mit Bitcoin Minern oder bei flexiblem Betrieb nach Strompreis und PV-Überschuss. Die Plattform ist benutzerfreundlich, Open Source und der älteste noch aktive Mining Pool überhaupt.
Für Miner im Dauerbetrieb, die Wert auf maximale Dezentralität und Transparenz legen, ist der Ocean Pool eine starke Alternative. Ocean setzt auf ein PPLNS-basiertes Modell und gibt dir als Miner echte Mitbestimmung über die Blockinhalte. Einen ausführlichen Vergleich zwischen Ocean und klassischen Pools findest du in unserem Deep-Dive zu Ocean Pool.
In drei Schritten zum Mining Pool
1. Pool wählen und registrieren
Entscheide dich für einen Pool. Bei Braiins erstellst du ein Konto mit E-Mail und Passwort. Bei Ocean genügt deine Bitcoin-Adresse.
2. Miner konfigurieren
Trage in der Benutzeroberfläche deines Miners die Pool-URL und deinen Benutzernamen ein. Die Verbindung läuft über das Stratum-Protokoll. Optional kannst du jedem Miner einen eigenen Namen geben (Format: Benutzername.Worker1).
3. Erträge überwachen
Im Pool-Dashboard siehst du deine Hashrate, eingereichte Shares und Einnahmen. Ein regelmässiger Blick hilft dir, Probleme frühzeitig zu erkennen.
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