Wie viel Bitcoin kann man pro Tag minen?
Was eine echte Maschine am Tag schürft, welche vier Faktoren die Zahl bewegen und wie du deine eigene ausrechnest, bevor du kaufst.
Es gibt keine eine Antwort, und wer Dir eine gibt, rät nur
Wie viel Bitcoin Du an einem Tag schürfst, ist keine feste Zahl. Sie steigt und fällt mit drei Dingen: der Hashrate Deines Miners, also wie viel Rechenkraft er hat, der Netzwerk-Difficulty, also wie viel Konkurrenz herrscht, und ob Du in einem Pool oder solo minst. Änderst Du nur eines davon, ändert sich Dein Tagesertrag mit. Die eigentliche Frage ist also nicht, wie hoch die Zahl ist, sondern wie hoch die Zahl für Deine Maschine ist, genau jetzt.
Der Tagesertrag ist ein bewegliches Ziel. Aber wir können einen realistischen Bereich festnageln.
Ein realistisches Beispiel mit einer modernen Maschine
Nimm einen Heim-ASIC im Bereich von 200 bis 250 Terahash. Bei einem Netzwerk nahe 900 Exahash schürft so eine Maschine im Pool grob zehntausend Satoshi am Tag, also einen winzigen Bruchteil eines einzelnen Bitcoin. Das verändert an keinem einzelnen Tag dein Leben, aber es kommt verlässlich jeden Tag herein und summiert sich über Monate. Der genaue Wert verschiebt sich ständig mit Difficulty und Kurs, weshalb jede Momentaufnahme schnell veraltet.
Denk in Sats pro Tag, nicht in ganzen Bitcoin. Ein ganzer Coin dauert in diesem Tempo Jahrzehnte.
Solo-Mining verändert die Form der Antwort komplett
In einem Pool ist Dein Tagesertrag klein, aber vorhersehbar, weil Du Deinen Anteil an den vielen Blöcken bekommst, die der Pool gewinnt. Solo ist die ehrliche Tageszahl fast immer null, unterbrochen von einer winzigen Chance, einen ganzen Block auf einmal zu gewinnen, der viel wert ist. Gleiche Maschine, gleicher erwarteter Gesamtertrag über einen langen Zeitraum, aber ein völlig anderes Erlebnis von Tag zu Tag. Die meisten wollen die stetige Pool-Version, damit sie jeden Tag tatsächlich etwas ankommen sehen.
Pool-Mining verteilt dieselbe Belohnung in tägliche Tropfen. Solo hebt sie alle für einen Jackpot auf, der vielleicht nie kommt.
Vier Stellschrauben bewegen Deinen Tagesertrag
Dein täglicher Bitcoin hängt an vier Stellschrauben. Die Hashrate, wo mehr Terahash einen größeren Anteil bedeutet. Die Difficulty, die steigt, wenn mehr Miner dazukommen, und leise jedem den Anteil schrumpft. Der Bitcoin-Preis, der nicht die geminten Coins ändert, aber ihren Wert. Und Deine Stromkosten, die entscheiden, wie viel von diesem Ertrag tatsächlich Gewinn ist. Die einzige Möglichkeit, eine Zahl zu bekommen, die für Dich etwas bedeutet, ist, Deine eigene Maschine und Deinen Strompreis in einen Mining-Rechner einzugeben.
Raten ist sinnlos, wenn der echte Wert nur eine ehrliche Rechnung entfernt ist.
Mehr Terahash, ein größerer Anteil an jedem Block
Steigt mit jedem neuen Miner und verkleinert deinen Anteil
Gleich viele Coins, anderer Wert in deiner Tasche
Entscheidet, wie viel vom Ertrag wirklich Gewinn ist
Zu Hause zähl die Wärme zum Ertrag dazu
Hier ist, was die Frage nach dem täglichen Bitcoin meist übersieht. Zu Hause sind die Coins nur die Hälfte des Ertrags. Ein Miner, der auch Dein Zuhause heizt, erzeugt Wärme, die Du sonst extra bezahlen würdest, und an kalten Tagen kann diese Wärme mehr wert sein als der Bitcoin selbst. Der ehrliche Tagesertrag sind also nicht nur die Sats, es sind die Sats plus die Heizung, die Du nicht kaufen musstest. So gemessen sieht ein Heim-Miner deutlich besser aus, als die reine Coin-Zahl vermuten lässt.
Zähl die Wärme zu den Coins, und die tägliche Rechnung sagt endlich die ganze Wahrheit.
Der 30-Sekunden-Überblick
- Es gibt keinen festen Tagesertrag; er bewegt sich mit Hashrate, Difficulty und Kurs
- Ein starker Heim-ASIC schürft im Pool grob zehntausend Sats am Tag
- Solo-Mining heißt fast immer null und ganz selten ein Jackpot
- Nur ein Rechner mit deinen Zahlen liefert einen echten Wert
- Rechne die genutzte Wärme als Teil des Tagesertrags mit
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