Wie viel Bitcoin kann man pro Tag minen?
Was eine echte Maschine am Tag mint, welche vier Faktoren die Zahl bewegen und wie du deine eigene Zahl ausrechnest, bevor du kaufst.
Eine pauschale Zahl gibt es nicht
Wie viel Bitcoin du an einem Tag minst, ist keine feste Zahl. Sie hängt an vier Faktoren: der Hashrate deines Miners, der Difficulty im Netzwerk, dem Bitcoin-Kurs und deinem Strompreis. Dazu kommt die Frage, ob du in einem Pool oder solo minst, denn das entscheidet, ob dein Ertrag täglich ankommt oder fast nie. Ändert sich nur einer dieser Faktoren, ändert sich dein Tagesertrag mit. Die eigentliche Frage ist deshalb nicht, wie hoch die Zahl allgemein ist, sondern wie hoch sie für deine Maschine gerade jetzt ist.
Der Tagesertrag ist ein bewegliches Ziel. Ein realistischer Bereich lässt sich aber angeben.
Ein realistisches Beispiel mit einer modernen Maschine
Nimm einen ASIC-Miner für zu Hause mit 200 bis 250 Terahash. Bei einer Netzwerk-Hashrate um 900 Exahash mint so eine Maschine im Pool etwa zehntausend Satoshi pro Tag, also einen winzigen Bruchteil eines einzelnen Bitcoin. An einem einzelnen Tag ist das nicht viel, es kommt aber verlässlich jeden Tag und summiert sich über Monate. Der genaue Wert verschiebt sich ständig mit Difficulty und Kurs, weshalb jede Momentaufnahme schnell veraltet.
Denk in Sats pro Tag, nicht in ganzen Bitcoin. Bis zu einem ganzen Coin dauert es in diesem Tempo Jahrzehnte.
Beim Solo-Mining sieht die Antwort völlig anders aus
In einem Pool ist dein Tagesertrag klein, aber vorhersehbar, weil du deinen Anteil an den vielen Blöcken bekommst, die der Pool findet. Solo liegt der ehrliche Tagesertrag fast immer bei null, dafür bleibt die kleine Chance, irgendwann einen ganzen Block auf einmal zu finden. Gleiche Maschine, gleicher erwarteter Gesamtertrag über einen langen Zeitraum, aber ein völlig anderer Verlauf von Tag zu Tag. Die meisten entscheiden sich für die ruhige Pool-Variante, weil dort jeden Tag etwas ankommt.
Pool-Mining verteilt dieselbe Belohnung in kleine Tagesportionen. Solo spart alles für einen Jackpot auf, der vielleicht nie kommt.
Vier Stellschrauben bewegen deinen Tagesertrag
Dein Tagesertrag hängt an vier Stellschrauben. Die Hashrate, denn mehr Terahash bedeuten einen größeren Anteil an jedem Block. Die Difficulty, die mit jedem neuen Miner steigt und damit den Anteil aller anderen verkleinert. Der Bitcoin-Kurs, der nicht die Menge der geminten Coins ändert, aber ihren Wert. Und dein Strompreis, der entscheidet, wie viel vom Ertrag am Ende Gewinn ist. Eine Zahl, die für dich wirklich etwas bedeutet, bekommst du nur auf einem Weg: deine Maschine und deinen Strompreis in einen Mining-Rechner eingeben.
Raten ist sinnlos, wenn eine kurze Rechnung den echten Wert liefert.
Mehr Terahash, ein größerer Anteil an jedem Block
Steigt mit jedem neuen Miner und verkleinert deinen Anteil
Gleich viele Coins, ein anderer Gegenwert
Entscheidet, wie viel vom Ertrag wirklich Gewinn ist
Zu Hause gehört die Wärme zum Ertrag
Ein Punkt fehlt in der Frage nach dem täglichen Bitcoin fast immer. Zu Hause sind die Coins nur die Hälfte des Ertrags. Ein Miner, der auch dein Zuhause heizt, erzeugt Wärme, die du sonst extra bezahlen müsstest. An kalten Tagen kann diese Wärme mehr wert sein als der Bitcoin selbst. Der ehrliche Tagesertrag sind also nicht nur die Sats, sondern die Sats plus die Heizkosten, die du dir gespart hast. So gerechnet steht ein Miner zu Hause deutlich besser da, als die reine Coin-Zahl vermuten lässt.
Sats plus gesparte Heizkosten, das ist der echte Tagesertrag.
Der 30-Sekunden-Überblick
- Einen festen Tagesertrag gibt es nicht, er bewegt sich mit Hashrate, Difficulty, Kurs und Strompreis
- Ein starker ASIC-Miner für zu Hause mint im Pool etwa zehntausend Sats pro Tag
- Solo-Mining bedeutet fast immer null und ganz selten einen ganzen Block
- Nur ein Mining-Rechner mit deinen eigenen Zahlen liefert einen echten Wert
- Zähl die genutzte Wärme zum Tagesertrag dazu
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